Allerlei Wissen


Hier findet Ihr allerlei Fakten und Wissenswertes aus dem Bereich Uhren und sonstiges uhrenbezogenes Allerlei.

30. Februar Ja, es hat ihn wirklich gegeben, den 30. Februar, und zwar zuletzt in der ehemaligen Sowjetunion in den Jahren 1930 und 1931 im Rahmen eines revolutionären Kalenders. Davor in Schweden im Jahre 1712 als Folge der Umstellung zum Gregorianischen Kalender! Die wollten einen schleichenden Übergang zum neuen Kalendersystem versuchen, vergaßen jedoch dann die passenden Schalttage und mußten schließlich 2 Schalttage im Februar einfügen. Und laut Legenden noch damals im alten Rom in den Jahren 44 v.Chr. bis 8 v.Chr.

Aberglaube Auch Taschenuhren eignen sich dazu, seinen Aberglauben auszuleben:
  • Früher wurde oft das plötzliche Stillstehen einer Taschenuhr als Omen für den Tod eines Familienmitgliedes angesehen.
  • Mancherorts war es üblich, bei einem Todesfall alle Uhren anzuhalten, nur die Taschenuhr des Hausherrn durfte in der Küche am Haken weiterlaufen.
  • Auch mancherorts wurde nach einem Todesfall die Uhr des Toten sofort neu aufgezogen, damit seine Seele leichter in den Himmel gelangen könne.
  • Wenn eine Uhr herunterfiel, war dieses das Zeichen für einen nahen Todesfall.

  • Donald Duck In den Donald-Duck-Comics tauchen als tragbare Uhren hauptsächlich Taschenuhren auf. Armbanduhren gibt es nur äußerst selten.

    Einzelteile Eine normale preiswerte Quarzuhr besteht aus ca. 30 Einzelteilen, teurere Quarzuhren aus bis knapp 100 Teilen.

    Einfache Handaufzugswerke bestehen durchschnittlich aus 100 Einzelteilen, Automatik-Werke aus ca. 200. Komplizierte Uhrwerke (mit Tourbillon, Kalender, Repetition, etc.) werden aus ca. 600-800 Teilen zusammengebaut.

    Eine Taschenuhr von Patek Philippe bringt es auf 1728 Einzelteile (Kaliber 89).

    Fehlerquote Ein mechanisches Uhrwerk ist die präziseste Maschine überhaupt. Ein Tag umfaßt ja 86.400 Sekunden. Geht ein mechanisches Uhrwerk pro Tag 10 Sekunden falsch, so besitzt es rechnerisch eine Fehlerquote von 0,012% bzw. seine "Erfolgsquote" (wenn man es so nennen kann) bei 99,988%.

    Innere Uhr Der natürliche Tagesrhythmus eines Menschen ist nicht 24 sondern 25 Stunden lang.

    IV oder IIII? Bei Uhren mit römischen Zahlen auf dem Zifferblatt fällt manchen die falsche Schreibweise der römischen 4 (IV) auf, die dort als IIII geschrieben wird. Hierzu gibt es mehrere Begründungen:
    Dass sich die "IV" gegen die Schreibweise "IIII" nicht im römischen Alltag durchsetzen konnte, ist vor allem in der vorchristlichen Religion der Römer begründet. Es galt schlichtweg als blasphemisch, die beiden Anfangsbuchstaben ihres Gottes Jupiter in einem nicht-zeremoniellen Zusammenhang abzubilden. Das Zeichen "I" steht im lateinischen auch für das "J", das "V" auch für "U"; eine 1, 2, 3, Gott, 5 ... -Zählweise war im Alltagsumgang einfach undenkbar.
    In unseren modernen Zeiten erklären Hersteller hochwertiger Armbanduhren die "IIII" auf den Zifferblättern ihrer Uhren lediglich damit, daß es eine Frage der Symmetrie sei, denn nur bei der mit vier Strichen geschriebenen Vier seien die Zeichen beider Zifferblätterhälften mit je 14 Zeichen gleichgewichtig.

    Jahr und Sekunde Ein Jahr besteht aus 365 Tagen zu je 24 Stunden. Jede Stunde hat 60 Minuten, jede Minute hat 60 Sekunden. Somit hat jede Stunde 3600 und jeder Tag 86.400 Sekunden. Ein Monat mit 30 Tagen hat 2.592.000 Sekunden, ein ganzes Jahr besteht aus 31.536.000 Sekunden.

    Das Durchschnittsjahr ist etwa 26 Sekunden länger als die Sonnenumlaufdauer der Erde. Alle 3323 Jahre ist der Zeitunterschied zwischen tatsächlichem Datum und kalendarischem Datum so angewachsen, dass ein Extratag eingeschoben werden muß.

    Jeans-Hosen Bei Jeanshosen gibts doch rechts diese kleinere Tasche über bzw. innerhalb der rechten Hosentasche. Diese war damals für Taschenuhren gedacht. Auch wenn Taschenuhren heute leider nicht mehr die Verbreitung von damals genießen, diese kleinen inneren Taschen gibt es nach wie vor!

    Kirchen in Malta Die meisten Kirchen in Malta besitzen zwei Uhren (zwei Zifferblätter), von denen eine konstant eine fixe "Uhrzeit" oder zumindest eine falsche anzeigt (Zeiger sind teils aufgemalt). Das soll den Teufel verwirren, so daß er nicht pünktlich zur Eucharistie in die Kirche kommen kann, um die Gläubigen zu belästigen.

    Kompaß Wenn man den Stundenzeiger der Uhr genau auf die Sonne ausrichtet, dann zeigt die Mitte zwischen dem kleinen Zeiger und der 12 in etwa nach Süden. Fall die Uhr auf Sommerzeit eingestellt ist, muß man die Mitte zwischen kleinem Zeiger und der 11 nehmen. Die Mitte zwischen diesen Punkten würde genau nach Süden zeigen, wenn man nicht die Uhrzeit seiner Zeitzone eingestellt hätte, sondern die sogenannte Wahre Ortszeit und zudem die Zeitgleichung berücksichtigt.

    Lutzerner Zytturm Die Uhr im Zytturm ("Zeit-Turm") in Luzern (Schweiz) hat seit dem Mittelalter das Privileg, eine Minute vor allen anderen Uhren der Stadt die Stunde zu schlagen (also um 11:59).

    Preise Den wohl höchsten Preis für eine Taschenuhr wurde bei einer Auktion von Sotheby´s in New York bezahlt. Für 17 Millionen Schweizer Franken (ca. 11 Millionen Euro) wechselte im Dezember 1999 eine Taschenuhr von Patek Philippe & Cie den Besitzer, nachzulesen bei Sotheby´s unter "Sale NY7395, Lot 7". Die Uhr selbst wurde 1933 gebaut, besitzt ein 18 Karat-Goldgehäuse und diverse Komplikationen wie Vollkalender, Mondphase und noch viel mehr.

    Die die derzeit teuerste (aktuelle) Armbanduhr ist die "Sky Moon Tourbillon" von Patek Philippe. In der Platin-Ausführung kostet sie ca. 720.000 Euro, die Gold-Ausführung ist da mit 702.000 Euro schon etwas preiswerter.

    Sagen Es ranken sich einige Sagen und Mythen um diverse Uhren:
  • Bei den Taschenuhren von Louis Pasteur und Wilhelm Herschel soll in ihrer Todesstunde das Glas gesprungen sein.
  • In einem hessischen Schloß zeigte ein Bild eine Frau in der Tracht des 16. Jahrhunderts mit einer Sackuhr am Gürtel. Veränderte sich daran die Zeigerstellung, so starb in der angezeigten Stunde ein Familienmitglied.
  • In der Sage vom Schlagenteufel heißt es, daß ein Schäfer auf dem Feld eine Uhr fand, die den Zwergen gehörte. Er tauschte die Uhr gegen einen Haufen Gold.
  • Juden in der Bukowina darf man die Frage nach der Zeit nicht beantworten, man solle lieber antworten, daß die Taschenuhr stehen geblieben sei, sonst hat man Unglück.

  • Sommerzeit Erstmals eingeführt wurde die Sommerzeit in Deutschland am 30. April 1916, drei Jahre später jedoch wieder abgeschafft. Ab 1940 wurde die Sommerzeit kriegsbedingt wieder eingeführt, 1947 zwischen dem 11. Mai und 29. Juni sogar im Rahmen der sogenannten Hochsommerzeit um gar zwei Stunden vorgestellt. 1949 wurde die Sommerzeit wieder abgeschafft. 1978 wurde die erneue Einführung der Sommerzeit als Nachwirkung der Ölkrise 1973 beschlossen und 1980 in die Tat umgesetzt. Daß tatsächlich damit Energie gespart werden kann, wurde mehrfach widerlegt.

    Die Sommerzeit dauert vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober.

    Tod von Gorsleben Bei dem "Tod von Gorsleben" handelt es sich um eine Sonnenuhr am Friedhofsportal der Stadt Gorsleben in Thüringen. Sie stellt den Tod als Gerippe dar, mit der Sense in der Hand. Darunter steht der lateinische Spruch, der übersetzt "Denke daran, dass irgend eine Stunde die letzte für dich ist" bedeutet. Das architektonische Kunstwerk trägt die Spuren der Zeit des 30-jährigen Krieges, in dieser Zeit wurde der Tod gern als Gerippe dargestellt.

    Unruh Bei modernen Uhren schwingt die Unruh mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und läßt somit das Räderwerk an einem Tag 691.200 mal ein Stückchen weiterlaufen. Nach vier Jahren ergibt dieses mehr als 1 Milliarde kleiner Impulse, die durch die Hemmung an das Räderwerk weitergegeben werden.

    Die Geschwindigkeit der Unruh-Rotation entspricht der eines Rades einer Lokomotive, die 90 km/h schnell fährt.

    Die Unruh mit ihrer Spirale benötigt nur 1/1.000.000.000 eines PS, um die Schwingung aufrecht zu erhalten.

    Erhöht man das Gewicht der Unruh um 1/1440 seines Gewichts, so läuft die Uhr pro Tag eine Minute zu langsam.

    Venus Die Venus ist ein sonderbarer Planet. Ein Venus-Jahr ist hier mit 224,7 Erden-Tagen kürzer als ein Venus-Tag (mit 243 Erden-Tagen). Auch ist sie der einzige unserer Planeten, die sich im Uhrzeitersinn dreht!

    Werbung Uhren in der Werbung zeigen immer die Uhrzeit 10 vor 2 an. Die Gründe hierfür sind, daß die Zeiger wie ein lächelnder Mund aussehen und daß so in den allermeisten Fällen sämtliche Anzeigen und Beschriftungen des Ziffernblatts sichtbar sind.

    Zeitmaße Das längste bekannte Zeitmaß ist das indische Kalpa, ein Kalpa ist ein kosmischer Tag Brahmas und dauert 4 320 000 000 (4.32 Milliarden) Sonnenjahre. Am Anfang eines Schöpfungstages beginnt die Schöpfung. Am Ende desselben geht wieder alles Geschaffene im Absoluten auf. Damit ist ein Kalpa ein kosmischer Zyklus von Werden und Entwerden, von Schöpfung und Vernichtung. Ein kosmischer Tag umfaßt 14 Perioden oder Manvantaras zu 306 720 000 Sonnenjahren.
    1 Kalpa = 4 320 000 000 Jahre = 14 Manvantaras + 15 Dämmerungen