Berühmte Uhrmacher der Geschichte:

Familie Buschmann


Die Familie Buschmann hatte mehrere bekannte Uhrmacher hervorgebracht: Caspar I Buschmann war der erste in Augsburg nachgewiesene Uhrmacher dieses Geschlechtes. Er stamm aus Bad Wolkenstein (bei Chemnitz) und kam 1530 nach Augsburg. 1536 erhielt er die Schmiedeberechtigung. Obwohl er sehr viele Uhren hergestellt hat, haben sich aus seiner Werkstatt keine Stücke erhalten.

Caspar II Buschmann war der vierte Sohn von Caspar I und ist als einziger der Söhne zu eigenständiger Persönlichkeit herangereift. Im Jahre 1560 erhielt er die Schmiedeberechtigung, eröffnete jedoch erst 1563 ein eigenes Geschäft. Er hat eine große Anzahl hervorragender Werke hinterlassen, von denen die beiden in Wien stehenden Uhrautomaten besonders erwähneswert sind.

Johann I Buschmann war der zweite Sohn von Caspar III (auch Uhrmacher, aber ohne besondere Bedeutung); offensichtlich erlangte er erheblich mehr Bedeutung als sein Bruder Matthäus. Er hat einige Gesellenjahre bei Jost Bürgi in Prag verbracht, was seiner Ausbildung sicherlich sehr gedient hat. Nach Rückkehr nach Augsburg fertigte er sein Meisterstück an, erbte 1620 die Schmiedeberechtigung und richtete seine eigene Werkstatt ein. Johann I arbeitet für den Herzog August von Braunschweig. Von ihm hat sich eine große Anzahl von Uhren erhalten, unter denen hervoragende Stock- und Monstranzuhren zu erwähnen sind. Als einer der ganz wenigen Uhrmacher konnte er Jahresuhren herstellen.

David Buschmann, der zweitälteste Sohn von Johann I arbeitete viele Jahre im Betrieb seines Vaters und es ist eine Anzahl hervorragender Werke bekannt, die in dieser Werksstatt als Gemeinschaftsarbeit von Vater und Söhnen entstanden sind. David machte sich 1657 selbständig, als er heiratet und eine eigene Werkstatt aufmachte. David Buschmann war einer der größten Meister dieser Familie. Es sind viele hochwertige Uhrer seiner Werkstatt erhalten geblieben und es gibt keinen Zweifel, daß mit ihm die Ära Buschmann einen Höhepunkt hatte und ihr Ende fand. Von ihm kennt man u.a. zwei wunderbare Telleruhren, eine quadratische Tischuhr und eine im Augsburger Maximianmuseum ausgestellte besonders wertvolle Figurenuhr. Außerdem fertigte er - neben Hals- und Taschenuhren - auch sogenannte Altar- oder Monumentaluhren. Seine bekanntestes Werk dürfte die ‘Türkenuhr’ sein, die ebenfalls in Augsburg zu sehen ist.
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