Berühmte Uhrmacher der Geschichte:

Familie Rugendas


Uhrmacherfamilie aus Augsburg, wichtigste Vertreter waren: Hauptsächlich stellten sie Hals- und Stutzuhren sowie Sonnen-, Mond- und Sternuhren her.

Nikolaus I Rugendas, 1582 in Melsungen (Hessen) geboren, kam 1608 nach Ausgburg, wo er 1616 Meister wurde; er starb dort 1658. Er war ein anerkannt guter Uhrmacher und hatte zudem das Glück, sich reich zu verheiraten (1608, Sarah Schmidt). 1638/39 war er verordneter und geschworener Meister der Uhrmacher. Von den neun Kindern wurden zwei Söhne, nämlich Hans Jakob I und Nicolaus II (geb. 1619) ebenfalls Uhrmacher. Die Tochter Katharina heiratete 1647 den Kleinuhrmacher Wilhelm Pepfenhauser. In den Musterungslisten der Stadt Augsburg wurde 1619 eingetragen, daß ein Geselle aus Schlander in seiner Werkstatt arbeitete. Das Meisterstück von Nicolaus Rugendas I war eine Spiegeluhr. In englischer Literatur wird ihm die Idee zugeschrieben, die Glocke der Viertelrepetition unter dem Zifferblatt anzubringen.

Nikolaus II Rugendas, sein Sohn lebte 1619 bis 1695 in Ausgburg als Uhrmacher. Als Meisterstück fertigte er eine Tischuhr, die vom Erzherzog Leopold Wilhelm 1661 gekauft wurde. Von ihm haben sich einige Dutzend Räder, Sonnen- und Monduhren erhalten, allerdings ist man nicht sicher, ob nicht die Räderuhren von seinem Vater angefertigt wurden. Er hatte auch einen Sohn, Nikolaus III (1665 -1745), der auch Kleinuhr- und Kompaßmacher war.
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