Berühmte Uhrmacher der Geschichte:

Carl-Moritz Grossmann


Geboren wurde C.M. Grossmann am 27.03.1826 in Dresden als Sohn eines Briefsortierers. Nach der Volksschule und einer weiterführenden Privatschule besuchte er mit Hilfe eines zweijährigen Stipendiums das Polytechnikum in Dresden, wo er 1842 seinen Abschluß machte. Anschließend begann er (16-jährig) eine fünfjährige Uhrmacherlehre bei Gutkaes, einem deutschen Uhr- und Chronometerhersteller. 1846 wechselte er nach Hamburg-Altona zu Jansen & Krille, ebenfalls ein Gutkaes-Schüler. 1848 meldet er sich freiwillig zum Deutschen Heer, kehrte aber nach dem "Frieden von Malmö" zurück und begann seine Lehrjahre bei Lange in Glashütte (für 7 Monate), danach wurde er abermals zum Heer eingezogen (1849/50). Danach arbeitete er kurz in La Chaux-de-Fonds bis zu seiner erneuten Einberufung noch im gleichen Jahr. 1852 endete sein Militärdienst. Hiernach ging er für ein Jahr nach London.

1854 ließ er sich endgültig in Glashütte nieder und gründete eine Uhrenfabrik für Taschenuhren mit typischen Glashütter Kalibern, Marinechronometer und Präzisionspendeluhren - aber auch für feinmechanische Werkzeuge, Gangmodelle, Wächterkontrolluhren und einen 1878 patentierten Sekundenzähler. Auch wurde durch seine Anregungen die Deutschen Uhrmacherschule (DUS) 1878 in Glashütte gegründet. Grossmann war zudem einer der bedeutendsten deutschen Theoretiker auf dem Gebiet der Zeitmeßtechnik und brachte viele bedeutende Werke hervor, so z.B.
  • "Der freie Ankergang der Uhren"
  • "Das Regulieren der Uhren"
  • "Abhandlung über die Konstruktion einer einfachen aber mechanisch vollkommenen Uhr"

    Er starb am 23.01.1885 in Leipzig.

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