Uhrenfirmen, -manufakturen und -hersteller


ch Paul Buhre Watch Co.

Die Paul Buhre Watch Co. begann mit Carl Buhre, der 1815 eine kleine Werkstatt in St. Petersburg gründete. Sein Sohn Paul kam später seinem Vater bei den Taschenuhren zuhilfe und übernahm nach einiger Zeit das kleine Familienunternehmen.
1874 erwarb Paul Buhre eine größere Uhrenfabrik im schweizerischen Le Locle, 1899 folgte ein Handelshaus "Paul Buhre", welches mit dem Titel "Lieferant des königlichen Hofes" ausgezeichnet wurde, da Paul Buhre bereits ab 1887 den Hof mit seinen Uhren belieferte. Diese Handelsbeziehung zum Hof sollte bis 1917 andauern, in diesem Zeitraum wurden rund 15000 Uhren zum Hof geliefert.
Im 20. Jahrhundert waren die Paul Buhre-Uhren, oft auch kyrillisch beschriftet, sehr beliebt in Russland. Es gab Kutschen- und Reiseuhren, Wanduhren, Uhren mit Alarm und sogar Chronographen- und Repetitionsuhren. Die komplizierten Uhren wurden vornehmnlich über gutgestellte schweizer Firmen verkauft. 1916 ließ Paul Buhre sogar einen selbstentworfenen Chronographen patentieren (Patent CH-74144, "Mécanisme de chronographe" vom 16. Januar 1916).
Auf Ausstellungen wurden seine Uhren mit Auszeichnungen geehrt, selbst der ermortete Zar Nikolai II. und Lenin besaßen eine Uhr von Paul Buhre. Doch 1917 ende die Firmentätigkeit in Russland durch die Revolution. Mit den dort beschlagnahmten Maschinen und Uhrenteilen produzierte Russland selbst Uhren.
Nach vielen Jahrzehnten wurde 2004 wieder eine Niederlassung in Russland gegründet, um die alte Uhrenmarke wieder zu beleben und ab 2005 wurde eine neue Kollektion an Uhren auf den Markt gebracht.



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