Uhrenfirmen, -manufakturen und -hersteller


de Emilian Wehrle & Co.

Emilian Wehrle (1832-1896) eröffnete 1860 eine Werkstatt für Trompetenuhren mit Vogelanimationen in Furtwangen. Obwohl Emilian aus eher armen Verhältnissen stammte und keine vollständige Uhrmacherausbildung absolviert hatte, konnte er durch eine präzise Fertigung und viel Talent überzeugen, und so 1860 diese Werkstatt gründen. Sein Startkapital hatte er bis dahin auf 1000 Gulden angehäuft.
Er steigerte stetig seine Produktionszahlen, so waren es 1864 schon 160 Uhren, später 190 Uhren jährlich. Auch bekam er 1865 einen Zuschuß vom Schwiegervater und kaufte ein Fabrikgebäude in Furtwangen in der Baumannstr. 25. Seine Trompetenuhren wurden weltweit exportiert, hauptsächlich nach Spanien, Süd Amerika, Havana und einige nach England.
1879/80 übernahm Wehrle die Firma Zimber, die zuvor elektrische Uhren und Uhrenanlagen produziert hatte. Auch baute Wehrle nun Singvogeluhren. 1884 zog die Firma nach einer (weiteren) Finanzspritze des Schwiegervaters in die Badstr. um.
Den Familienbetrieb übernahm später im Jahr 1896 der Sohn Julian, der aber in der Werkstatt stattdessen Uhrenteile und andere Dinge fertigte und sich später von der Uhrenproduktion ganz verabschiedete. 1915 übernahm der Sohn Erwin Wehrle die Firma, unter dessen Leitung später Wasserzähler und andere Kunststoffteile gebaut wurden.
Viel später, im Jahr 1981 durfte die Firma mit Erlaubnis der Eichdirektion Baden-Württembergs ein Prüflabor für Wasserzähler errichten. Noch heute stellt die Firma u.a. Wasserzähler her.




Für eine ausführliche Firmenbeschreibung empfehle ich das Lexikon der deutschen Uhrenindustrie 1850-1980 von Hans-Heinrich Schmid, siehe hierzu meine » Literaturliste.



«« zurück ««