Uhrenfirmen, -manufakturen und -hersteller


de Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik

Die Geschichte der Hamburg-Amerikanischen Uhrenfabrik fing mit Paul Landenberger (1848-1939) an, der 1869 in die Firma »Junghans eintrat. Er arbeitete sich schnell hoch und wurd Prokurist der Firma.
1872 heiratete er die Tochter Frida des Firmengründers Erhard Junghans. Nach dem Tod von Junghans strebte Landenberger eine Teilhaberschaft an, doch die wurde ihm verwehrt, da die Firma an die beiden Söhne des Erhard Junghans weitergegeben werden sollte.
So verließ er die Firma und gründete zusammen mit Philipp Lang 1874 in Schramberg eine eigene Großuhrenfabrik namens Landenberger & Lang. Das Startkapital stammte aus einem Kredit. Als 1882 der Kreditgeber sein Geld zurückforderte, mußte die Firma Konkurs anmelden.
Arthur Junghans versuchte unterdessen durch eingekaufte Forderungen, die Firma Landenberger & Lang zu übernehmen, was Landenberger mit großen Mühen verhindern konnte. Durch einen neuen Geldgeber (Deurer & Kaufmann aus Hamburg) und einen Vergleich wurde die Firma gerettet und in eine AG umgewandelt, der neue Name der Uhrenfabrik lautete ab da "Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik" mit offiziellem Sitz in Hamburg (bis 1901). Junghans versuchte weiterhin, die HAU zu behindern, wo es nur ging. 1900 wurde ein Zweigwerk gegründet, auch gab in einigen anderen Ländern Zweigstellen, um Einfuhrsteuern zu umgehen. 1925 gab es erste Absatzschwierigkeiten, so daß es zwei Jahre später zu einer Interessengemeinschaft zwischen der HAU, Junghans, »Gustav Becker, und Lenzkirch kam. Junghans als Mächtigster im Bund übernahm Becker und Lenzkirch und schloss diese, 1930 übernahm Junghans auch die HAU.
1939 wurde die HAU aus dem Register gelöscht. Uhren, wie die HAU sie fertigte, wurden noch Jahrzehnte später von der Junghans gebaut.




Für eine ausführliche Firmenbeschreibung empfehle ich das Lexikon der deutschen Uhrenindustrie 1850-1980 von Hans-Heinrich Schmid, siehe hierzu meine » Literaturliste.



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