Uhrenfirmen, -manufakturen und -hersteller


de Pforzheimer Uhrenrohwerke (PUW)

Die PUW, die Pforzheimer Uhren-Rohwerke, wurden durch Rudolf Wehner(1899-1986) im Jahr 1932 gegründet. Seine Maschinen konnte er trotz Ausfuhrbeschränkungen aus der Schweiz organisieren. Im Jahr darauf wird das erste Rohwerk hergestellt, das Kaliber 500, ein Formwerk mit 15 Steinen, welches bis 1958 noch hergestellt werden sollte.
Den zweiten Weltkrieg überstand die Firma zunächst ohne nennenswerte Schwierigkeiten, während dieser Zeit wurden auch Zeitzünder hergestellt. 1945 wird die Firma jedoch von Fliegerbomben komplett zerstört.
1946 begann Wehner von neuem mit der Rohwerkeherstellung und gründete 1948 die unabhängige "Porta Uhrenfabrik Wehner KG", um komplette Uhren mit dem PUW-Kalibern zu fertigen.
Die PUW wird erfolgreicher und expandiert, beide Unternehmen wanderten 1950 nach Pforzheim in ein neues Fabrikgebäude.
1970 zieht sich Rudolf Wehner aus dem Geschäftsleben zurück, die Firmenleitung geht an seine Söne Klaus und Hans-Joachim. Kurz darauf nennt sich die Firma "Porta-PUW".
1971 ist die Blütezeit der PUW, die Produktion ist so hoch wie nie. 1974 folgt das erste Quarzwerk, mechanische Uhren treten imme mehr in den Hintergrund, bis ab 1979 nur noch Quarzuhren bzw. -uhrwerke gebaut wurden.
Die Produktionszahlen sinken langsam, 1987 kauft die Porta-PUW die bankrotte Firma Schmid-Schlenker auf und führt sie weiter. 1988 gibt es eine Fusion mit dem Gehäusehersteller "Rodi & Wienenberger" (ROWI) zur "Porta Micromechank AG".
Die wirtschaftliche Lage der Firma verschlechtert sich weiter, 1990 übernahm die »ETA SA die Uhrwerke-Herstellung. Kurz darauf ging die Porta-PUW Konkurs.
Ein kleiner Betrieb existiert noch in Pforzheim, dort werden nur noch einzelne Uhrenteile und andere Werkzeuge hergestellt.




Für eine ausführliche Firmenbeschreibung empfehle ich das Lexikon der deutschen Uhrenindustrie 1850-1980 von Hans-Heinrich Schmid, siehe hierzu meine » Literaturliste.



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