Uhrenfirmen, -manufakturen und -hersteller


de Uhrenfabrik Wehrle GmbH

Gegründet wurde diese Uhrenfabrik von Andreas Hilser (1781-1867) in Schönwald im Schwarzwald. Im Jahr 1815 erwarb er in der Stadt einen Laden und errichtete dort eine Uhrenpackerei und einen Kolonialwarenladen, was ihm viel Geld einbrachte. Der Schwiegersohn übernahm 1859 das Geschäft, 1865 dann dessen Schwager, bzw. A. Hilsers Sohn, Raimund Hilser weitergab.
Raimund Hilser fertigte ab 1870 schließlich eigene Schwarzwälder Uhren und Uhrenteile. 1881 übernahm der Schwiegersohn Carl Wehrle die Fabrik und baute ab 1890 auch Wecker mit Amerikaner-Werken. Nach Carls Tod leitete dessen Sohn Carl-Joseph die Firma.
Ab 1912 wurde die Firma in Wehrle & Kläger umbenannt, wobei Kläger der Name von Carl-Josephs Schwester war (Agnes C. Kläger, geborene Wehrle). Nach dem ersten Weltkrieg wurden verstärkt Wecker gebaut und weltweit vertrieben.
1924 kehrte die Firma zu ihrem alten Namen zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg mußte die Firma vorübergehend auch andere Produkte fertigen, um überleben zu können, z.B. Feuerzeuge oder Schreibmaterial.
1968 übernahmen die Söhne Karl-Raimund und Franz-Joseph die Firmenleitung, nachdem Carl-Joseph gestorben war. 1973 wurde in Kinzigtal eine zweite Produktionsstätte errichtet. 1985 wurde die Firmenleitung abermals innerhalb der Familie weitergegeben, diesmal an die Söhne Peter und Raimund.
1990 wurde die Firma nach St. Georgen verlegt und hieß ab da " Wehrle Uhrenfabrik GmbH St. Georgen. 1994 mußte die Firma jedoch Konkurs anmelden und wurde an den chinesischen Uhrenhersteller Artfield Group Ltd. verkauft. Dadurch zwar die Firma gerettet, die Produktion wanderte jedoch 2001/02 nach China. In Deutschland verblieb eine reine Service-Abteilung.




Für eine ausführliche Firmenbeschreibung empfehle ich das Lexikon der deutschen Uhrenindustrie 1850-1980 von Hans-Heinrich Schmid, siehe hierzu meine » Literaturliste.



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