Uhrenfirmen, -manufakturen und -hersteller


us Ingersoll Watch Co.

Im Jahr 1880 gründeten die Brüder Robert Hawly und Charles Henry Ingersoll in New York eine Versandhandlung namens "Robert H. Ingersoll & Brother". Nach einigen Versuchen, preiswerte, aber dennoch qualitative Uhren (neben eigenen Erzeugnissen wohl auch von der »Waterbury Watch Co.) anbieten zu könen, konnten sie 1892 mit Hilfe von Henry Ford eine Uhrenfabrik für Taschenuhren eröffnen. Neben den in Handarbeit gefertigten Uhren konnten sie nun in großer Masse Uhren fertigen.
Ziel des Unternehmens war es immer, möglichst preiswerte Uhren anzubieten, um die breite Masse zu erreichen, und so wurde eine Taschenuhr gefertigt, welche zum Preis eines Tageslohnes eines durchschnittlichen Arbeiters erworben werden konnte, die sogenannte "Dollar-Watch".
Einige Millionen solcher Uhren wurden hergestellt und verkauft, die Firma mußte aufgrund der hohen Nachfrage ständig expandieren und die Produktion erhöhen. Auch andere Modelle kamen mit der Zeit hinzu, z.B. die 1919 entworfene Radiolite mit Leuchtziffern. Auch Armbanduhren wurden in das Programm mit aufgenommen, so kam von der Armee ein Großauftrag für sehr robuste Armbanduhren mit kürzbarem Metallarmband.
1914 kaufte Robert Ingersoll die insolvente Waterbury Watch Co. auf, zu diesem Zeitpunkt bereits »"New England Watch Co." genannt.
Auch von vielen namhaften Prominenten bis hin zu Präsidenten waren Liebhaber der Ingersoll-Uhren. Trotz bislang 70 Millionen verkaufter Uhren mußte "Robert H. Ingersoll & Brother" im Dezember 1921 Insolvenz anmelden und wurde 1922 von der Waterbury Clock Co. für eine Kaufsumme von 1,5 Millionen Dollar aufgekauft - nicht ohne Widerstand der beiden Brüder, die den Markennamen in ihrem Besitz hielten.
Die Ingersoll-Brüder versuchten einen Neuanfang und brachten unter dem Ingersoll-Markennamen die erste Mickey-Mouse-Uhr heraus.
Heutzutage besitzt die Timex-Gruppe, Nachfolger der Waterbury Watch Co., die Namensrechte an Ingersoll.



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