Uhrenfirmen, -manufakturen und -hersteller


ch International Watch Co. (IWC)

Die IWC (International Watch Co.) wurde 1868 in Schaffhausen durch den Amerikaner Florentine Ariosto Jones, vormals Direktor bei der »Howard Watch Co. aus Boston, gegründet. Die Schweiz bot ihm ein größeres Angebot an Uhrmachern und eine bessere Finanzlage für die Herstellung und den Export von Uhren (z.B. in die USA).
Obwohl sich die meisten Firmen im französisch-sprachigen Teil der Schweiz ansiedelten, suchte Jones einen Platz im deutschsprachigen Nordosten und fand diesen in Schaffhausen. 1869 erwarb er schließlich die ersten Räumlichkeiten im Firmengebäude von J.H. Moser, weitere Räume folgten bald. Bis heute ist die IWC die einzige Uhrenmanufaktur im Osten der Schweiz.
Doch es lief in der ersten Zeit nicht gut für die Firma, die Firmenleitung wurde mehrmals weitergegeben, bis am 17.2.1880 Johannes Rauschenbach-Vogel und seine Familie in den Besitz der Firma kamen und diese umstrukturierten. Den Vertrieb der Uhren nach England übernahm 1894 die schweizerisch-englische Firma »Stauffer, Son & Co.. Auch wurde der Firmenname mehrfach geändert, so z.B. "Uhrenfabrik von J. Rauschenbach" durch Rauschenbachs Sohn Johannes Rauschenbach-Schenk. Nachdem dieser 1905 starb, ging die Firmenleitung an seine Frau, zwei Töchter samt Ehemänner Ernst Jakob Homberger und Dr. Carl Jung, welche die Frima dann "Uhrenfabrik von J. Rauschenbachs Erben" nannten.
Es wurden nun neue Kaliber entworfen, wie das bekannteste alte Kaliber 52 bzw 53 (die Savonette-Ausführung des Kal. 52). Die Firma etablierte sich nun und bekam den Ruf einer hervorragenden Manufaktur für Präzisionstaschenuhren.
Bis zum zweiten Weltkrieg wuchs die Firma dennoch eher schleppend, der schließlich den Bedarf an Militäruhren steigerte. Die IWC entwickelte daraufhin eine sehr große Uhr Piloten, die Mark X (1944), 1948 folgte der Nachfolger Mark XI. Auch die Ingenieur-Uhr (oft liebevoll "Inge" genannt) von 1955 wurde ein Verkaufsschlager.
Mit Aufkommen der Quarzkrise bekamen die meisten Uhrenfirmen Absatzprobleme, viele mußten gar schließen - doch die Manufaktur überstand dieses ohne nennenswerte Probleme. Es folgten weitere Modelle.
1929 gründete E.J. Homberger eine J. Rauschenbach-Stiftung, 1949 folgte die "Watch Company Welfare Foundation". 1978 benannte sich die Firma wieder in ihren ursprünglichen Namen, "Internation Watch Co.", um.
1981 wurde Günter Blümelein Direktor der Firma, der 1991 die LMH-Gruppe ins Leben rief. Im July 2000 wurde die LMH von Richemont aufgekauft.
Heute ist die IWC nach wie vor ein bekannter Hersteller hochwertigster Uhren, der auch vor kompliziertesten Uhren keine Scheu hat.



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