Uhrenfirmen, -manufakturen und -hersteller


ch Revue Thommen SA

Nachdem zwischen Basel und Olten eine Eisenbahnlinie in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, drohte das kleine Städtchen Waldenburg zu verarmen. Als Gegenmaßnahme wurde 1853 eine Uhrenfabrik, die Sociéte d'Horlogerie à Waldenburg, gegründet. 1859 wurde die Uhrenfabrik von Gédéon Thommen und Louis Tschopp mit einigen Schulden aufgekauft. Tschopp verließ jedoch nach kurzer Zeit die Firma, Gédéon Thommen war nun der alleinige Leiter der Fabrik. Das Markenzeichen GT im Oval zeugt von seinem Namen. Durch seine Umstrukturierungen erholte sich das Unternehmen wieder.
Schon bald begann auch die Produktion eigener Rohwerke: Ab 1870/75 wurden Zylinderarmbanduhren und Taschenuhren mit Ankerhemmung gebaut, signiert mit jenem GT. Ab 1908 wurde der Markenname Revue eingeführt. Ab 1915 spezialisierte sich die Revue Thomen auf Cockpit-Armaturen.
1938 übernahm Dr. Roland Straumann-Beck die Aktienmehrheit des Unternehmens, auch nach seinem Tod blieben diese Unternehmensanteile im Besitz seiner Familie.
1961 fusioniert Revue Thommen mit Vulcain et Studio SA der Gebr. Buser, mit der Phénix Watch Co und Marvin zur Manufactures d'Horlogerie Suisses Réunies SA, eine Holding-Gesellschaft zur besseren Arbeitsteilung und Kompetenzaufteilung. In diesem zug wurde die Uhrenproduktion am Standort Waldenburg eingestellt. Uhren mit dem Namen Revue Thommen wurden ab da von Vulcain Studio SA hergestellt.
1999 wurde die Produktion eingestellt und 2002 erlosch die Firma. Die Namensrechte an Revue Thommen liegt derzeit bei der Grovana Uhrenfabrik AG in Tenniken bei Basel.



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