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Uhrenhemmungen...

Robin-Hemmung

Diese Hemmung aus dem Jahr 1791 wurde nach ihrem Erfinder, dem Franzosen Robert Robin (1742-1809, Paris) benannt. Robert Robin war Uhrmacher des Königs Louis XVI. Inspiriert wurde Robin durch die Schweizer Ankerhemmung und die Chronometer-Hemmung in Bezug auf dessen Gangeigenschaften. Im Prinzip ist es eine Ankerhemmung, jedoch bekommt die Unruh ihren Impuls nicht über den Anker, sondern direkt vom Gangrad. Auf der Unruhwelle sitzt ein Impulsfinger, der vom Gangrad nach jeder vollen Schwingung einen Schub bekommt.

Robin-Hemmung


Doch diese Hemmung hatte auch einen Nachteil, der dieser Hemmung keine große Verbreitung bescherte: Diese Hemmung war sehr anfällig gegenüber Stößen und Erschütterungen! Zudem war sie für die damalige Zeit recht kompliziert herzustellen.

Diese Hemmung wurde vom Engländer G. Morton um 1854 verfeinert und patentiert (englische Patentschrift 2432 vom 17. Oktober 1856).

Robin-Hemmung (Patentschrift)


Die Firma Audemars Piguet hat in jüngster Zeit diese alte Hemmung wieder aufgegriffen und nochmals verbessert, um sie in einer aktuellen Armbanduhr einzusetzen.