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Über die Reinigung einer alten Zylindertaschenuhr


Das Pflegekind


Als Patienten habe ich hier eine alte Taschenuhr, die wohl aus der Zeit um 1900 stammt und so einige Gebrechen aufweist. Zunächst eine Beschreibung ohne die Defekte an der Uhr:



Zylinder-Taschenuhr Alte Zylinder-Taschenuhr

Baujahr geschätzt zwischen 1900 und 1910
Gehäuse: 800er Silber (äußere Deckel), teils rotvergoldet, innerer Staubdeckel aus Metall, Nr. 396782, Silberpunzen, Monogrammspiegel hinten noch frei, Kunststoffglas, D=48mm
Zifferblatt: Emaille, arabische Ziffern, Goldpunkte für Minuten, goldene Louis-XIV-Zeiger, kleine Sekunde.
Werk: Zylinder-Hemmung, Kronenaufzug, 10 Steine, geschlossener massiver Unruhreif, flache Spirale, Zeigerstellen per Drücker auf 1 Uhr, Werksgröße 38,6mm, Brückenwerk aus Messing.

Bilder: Vorderseite   Rückseite   Werksseite   Äußerer Deckel innen   Innerer Deckel außen
Innerer Deckel innen





Vorbereitungen


Zuerst müssen die Mängel der Uhr bekannt sein. Bei dieser Uhr wurde folgendes festgestellt:

Diese Mängel sollen nun so gut wie es geht beseitigt werden. Beim Zifferblatt wirds natürlich schwierig, das zu restaurieren liegt schon außerhalb meiner Möglichkeiten. Das Gehäuse kann man jedoch bestimmt schon reinigen und aufpolieren. Wie das Ergebnis davon aussieht, wird sich dann zeigen. Die Staubdeckel hinten, die nicht schließen wollen, sind bestimmt auch behebbar, hier werde ich etwas biegen und drücken, bis die Deckel schließen und wie damals funktionieren. Die Befestigung des Werks im Gehäuse ist natürlich nicht schwer, da wird nur die Werkhalteschraube lose sein.